Meine bunte Seite

Hans Eichel ist auf dem richtigen Weg

Nun soll also der Tag der deutschen Einheit auf einen - noch!!! - arbeitsfreien Sonntag verlegt werden, weil das 0,1 % Wachstum des BSP bringt. Richtig! Die Deutschen gedenken und erfreuen sich am 3.10. sowieso nicht der Einheit, sondern machen Familienbesuche, und das führt in der Regel zum Gegenteil.  Nun aber auch weg mit dem 1. Mai: aus Solidarität mit den Arbeitslosen, denn was empfinden die am Feiertag der Arbeit? Die zweiten Feiertage müssen auch nicht sein an Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Im Fall Pfingsten geht der Papst schon mit gutem Beispiel voran. Weihnachten kann man auch am letzten Sonntag im Dezember feiern, der 24.12. ist doch nur ein fiktives Datum. Drei Könige, Karfreitag, Himmelfahrt, Reformationsfest und Allerheiligen lassen sich auch in der Sonntagspredigt würdigen. Neujahr entfällt zur Entlastung der Krankenkassen, denn wenn da nicht mehr frei ist, saufen die Leute auch weniger an Sylvester, was der Volksgesundheit dient. Haben Sie mitgerechnet? das sind allein schon 1,2% Wachstum des BSP. Die Sonntage müssen auch nicht arbeitsfrei sein. Erstens gehen sowieso nur wenige in die Kirche und zweitens kann man ja auch nach Feierabend noch mal in der Kirche vorbeischauen. Das wären noch mal 5,2%!!! Aber ein Feiertag müsste doch sein. Ich schlage vor den 24.12. - Hans Eichels Geburtstag. Das hätte er doch als Retter des Vaterlandes verdient. Aber nur, wenn der auf einen Sonntag fällt...

Wahlkampf

     

Politiker müssen schlagfertig sein und auch mal was wegstecken können. Baden-Württembergs Europaminister Palmer und sein CDU-Parteifreund Pfeiffer haben das jetzt überzeugend demonstriert.

Die Welt des Mannes

Die Zeitschrift Mens Health ist einer brennenden Frage nachgegangen:
wo fühlt Mann sich am wohlsten? Natürlich in Bayern und Baden-Württemberg.
Da gibt es nicht nur die meisten Urologen, Kosmetikstudios und Herrenausstatter, da herrscht vor allem ein signifikanter Frauenüberschuss: der Mann ist Hahn im Korbe.
Und schlecht sieht es für die Männer in NRW aus: wenig Kosmetik-studios, wenig gehobene Restaurants, ein mieses Testosteronklima und Männerüberschuss, am schlechtesten in Duisburg. Vielleicht verstehen wir jetzt Schimanski besser.

Papierlos

Im Gesundheitswesen wird gespart. In Bad Rothenfelde gibt es jetzt die erste papierlose Rehaklinik. Hat man wenigstens soweit vorgesorgt, in den Grünanlagen genügend Rhabarber anzupflanzen? Dessen Blätter könnten ja einen hinreichenden Ersatz darstellen...

 Großer Auftrag

Der Bundestag hat sich mehrheitlich für den Wiederaufbau des Berliner Hohenzollernschlosses ausgesprochen. Wenn trotz aller Sparerei dafür Geld bewilligt werden soll, drängt sich der Verdacht auf, bei dieser Entscheidung habe jemand nachgeholfen, da sei ein wirklich potenter Lobbyist erfolgreich gewesen. Wer? Natürlich die legendäre Russenmafia mit ihrem Baulöwen Potemkin an der Spitze.

Es lebe das Mittelalter

Am 23. Juli war es so weit: endlich konnten wir anfangen, in die eigene Tasche zu arbeiten. Bis dahin wanderte jeder erwirtschaftetet Cent in die Taschen des Finanzministers oder wurde in die Sozialkassen umgeleitet. 204 Tage ging das so. Wie human war doch im Vergleich dazu das finstere Mittelalter: man zahlte brav seinen Zehnten an den Landesherrn, und nur die ganz bösen Fürsten (übrigens meistens Geistliche!) forderten Fronleistungen als Hand- und Spanndienste bis zu 30 Tagen.

Dreimal gelb

 

Die französische Regierung will gegen die Raucher vorgehen. Ist sie sich im Klaren, dass sie damit an einem Markenzeichen der Republik die Hand anlegt? Nicht die Trikolore macht Frankreich unverwechselbar, sondern die Farbe Gelb: das goldgelbe Baguette unter dem Arm, das Gelbe Trikot der Tour de France und - die maisgelbe Zigarette, lässig auf die Unterlippe geklebt, so lässig und souverän, wie es die Welt eben nur einem Franzosen zutraut.

Guido-Mobil

 

Guidos FDP-Wohnmobil ist liegen geblie-
ben. Schaden an der Elektrik. Kein Wunder bei einem zehn Jahre alten Veteranen. Es genügt eben nicht, eine Sache hübsch blau-gelb anzustreichen, damit man sie als neu anbieten kann. Wenigstens eine gründliche Inspektion, verbunden mit dem Austausch veralteter und verschlissener Bauteile, hätte erfolgen sollen. Mit dem alten Plunder weitermachen bedeutet noch nicht, "auf Bewährtes zu setzen".

Begehrte Jobs

 

Immer mehr Männer bewerben sich um die über 20 Leuchtturmwärterstellen in Italien. Anscheinend erfreuen sich die einsamen Arbeitsplätze großer Beliebtheit. Deshalb erwägt die Regierung, die Stellen in Zukunft landesweit auszuschreiben. Ob es sich bei den interessierten Bewerbern um verheiratete Männer handelt, wurde in der Presseerklärung offen gelassen.  

Einsamkeit

In Großstädten sollen schon mehr als die Hälfte der Einwohner in Single-Haushalten leben, in Kleinstädten und Dörfern dagegen noch nicht einmal 20 Prozent. Trifft man auf dem Dorf mehr Leute?

Eine kleine Fabel

Auf einem Hundeschwanz sitzen zwei Flöhe. Der eine greint  melancholisch: "Ach was sind wir doch klein und unbedeutend im Vergleich zu einem Hund..." Da klopft ihm der andere aufmunternd auf die Schulter: "Sieh es mal so - wir bewegen doch ne Menge!"

Stinkt es doch?

Der deutsche Zoll setzt jetzt Labrador-Hunde ein, die darauf abgerichtet sind, größere Bargeldbeträge, die Reisende über die Grenze bringen wollen, zu erschnüffeln. Wenigstens bei Euro-Banknoten soll es den Tieren gelingen, die ungewöhnlichen Finanztransfers zu entdecken. Von wegen: Geld stinkt nicht ...
Oder stinkt nur beim Euro was gen Himmel?

Herzlichen Glückwunsch

Alles, was der Gesundheit schadet und Behandlungskosten verursacht, soll mit einer Strafsteuer belegt werde: erst die Zigaretten, dann wohl der Alkohol. Und wenn das zur Sanierung des Bundeshaushalts nicht reicht?
Ich habe einen ultimativen Vorschlag für Hans Eichel! Was verursacht die meisten Behandlungskosten? Natürlich das Alter! Daher brauchen wir dann noch die progressive Geburtstagssteuer, beginnend mit dem 1. Geburtstag. Erhoben wird sie auf die Kosten der Geburtstagsfeier plus den Gesamtwert aller Geburtstagsgeschenke. Da käme doch ein hübsches Sümmchen zusammen.

Keiner versteht mich!

Florian Gerster hat ein Problem: keiner versteht ihn. Da müssen wir ihn doch verstehen, wenn er sich für 1,3 Mio Euro der Verständigungshilfe eines Unternehmens, das sich bemüht, "ein informiertes und verständnisvolles Umfeld (zu) schaffen für die Anliegen der Politik, von Verbänden und Unternehmen", bedient. Das ist gerade mal das Arbeitslosengeld von 1800 Arbeitslosen, eben diese sagenhaften Peanuts angesichts der großen Dinge, die Gerster den über vier Millionen Arbeitslosen (in Wirklichkeit sind es noch mehr!) erklären möchte. Aber vielleicht würde es noch billiger gehen, wenn die Arbeitslosen Herrn Gerster einfach mal besuchen: dann könnte er ihnen alles gleich selbst erklären - ganz ohne Mehrkosten.

Wer da wohl unterschreibt???

Herr Koch sammelt Unterschriften gegen ein neues Staatsangehörigkeitsrecht, nun will Frau Merkel Unterschriften gegen den EU-Beitritt der Türkei sammeln. Die üblichen Ressentiments werden bedient... Wenn das dann der neue Stil ist, gibt es vielleicht auch bald eine Unterschriftensammlung "Angela Merkel zurück nach Templin"? Friedrich Merz unterschreibt sicher als erster. 

Warme Luft 

Nun hat Steve Fossett mit seinem Ballon die Erde umrundet. Das Geld für dieses Abenteuer hat er als Börsenmakler verdient. Er ist sich also treu geblieben: mit warmer Luft kann man ne ganze Menge machen! Sein Ballon heißt "Spirit of Freedom". Der Geist der Freiheit treibt willenlos auf dem Jetstream um die Erde. Nur sein Landepunkt kann von dem Menschen in der kleinen Kapsel daran halbwegs exakt bestimmt werden. Bei der Landung wird er zerstört. Wie symbolträchtig!

Asyl gewähren!

Als der schreckliche Flugzeugunfall am Bodensee passierte, war Martin Walser mitten drin. Und er wusste, was zu tun war. Getrieben von entschlossenem Humanismus gewährte er  seinem verschreckten Hund Asyl im dichterischen Schlafzimmer. Nicht wahr - wir haben Herrn Walser in der Vergangenheit oft Unrecht getan.

Überbewertet

Edmund Stoiber meint, der Bundestag werde von den Leuten überbewertet. Vielleicht hat er ja Recht.  Also: ersparen wir ihm, sich unter Wert im Bundestag aufzuhalten. Bundeskanzler kommen da ja nicht drum herum. Wir wählen ihn nicht und drücken so unsere Wertschätzung des Kandidaten aus.

Widersprüchlich 

Ein Haarwasserfabrikant meldet, sein Haarwasserumsatz sei um 15% gestiegen, bei Friseurartikeln dagegen sei der Umsatz um 8% zurückgegangen.
Wachsen gepflegte Haare langsamer?

Kleine Paradiese

 

Unter diesem Motto werden in Parks und privaten Gärten Ostwestfalens bis zum 15. September Skulpturen und Installationen von Richard Deakon (Gut Böckel Rödinghausen), Tony Oursler (Kurpark Bad Driburg), Vanessa Beecroft (Schlosspark Vinsebeck), George Condo  (Schlosspark Wendlinghausen), Jonathan Meese (Skulpturenpark Willebadessen) und Olafur Eliasson (Botanischer Garten Gütersloh) gezeigt. Sehr sehenswert, sehr poetisch, ein schöner Ausflug für die ganze Familie.

Non olet

 

Ein eigens entwickeltes Deo soll die gar nicht so angenehmen Düfte von Kuh-, Schweine- und Hühnerställen bekämpfen. Wenn die in einem Oldenburger Massenviehzuchtbetrieb jetzt begonnene Probephase abgeschlossen ist, steht einem weltweiten Einsatz der neuen Chemikalie nichts mehr im Wege - überall, wo es zum Himmel stinkt.

Polizei I

 

Mit ungebrochenem Eifer geht die Polizei der Geschwindigkeitskontrolle nach. Dieser staatliche Einnahmezweig blüht. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ermöglicht ein sauberes Geschäft. Häufige Staus und Baustellen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen treiben der Polizei die Hasen in die Küche. Lauter dynamische Menschen, die endlich einmal schneller vorankommen möchten. Die Einführung des Euro hat darüber hinaus das Geschäft von lästigen Währungsrisiken weitgehend befreit.

Polizei II

 

Verstöße gegen das Betäubungsmittelge-
setz werden nur noch schleppend und widerwillig geahndet. Der Besitz kleiner Mengen scheint gänzlich ungefährlich zu sein. Erst bei großhandelsüblichen Gebinden schlägt die Polizei zu. Kleine Portionen sind wohl deshalb uninteressant, weil sie nur schwer in bares Geld umgerubelt werden können, mit einem unverhältnismäßigen Aufwand an Zeit und Personal. Dann lieber: siehe oben Polizei I.

ICH AG

Auch so eine Idee von Hartz: jeder Arbeitslose wird zur ICH AG.
 Was da alles auf uns zukommt: Aufsichtsratssitzungen, Vorstandssitzungen, Pressekonferenzen, Tarifverhandlungen, Börsengänge, Krisensitzungen, Übernahmeschlachten,  Global Playing, Lobbyarbeit im Bundestag und bei der EU, vor allem aber jede Menge Arbeitsessen, Arbeitsessen und noch mal Arbeitsessen. Da bleibt gar keine Zeit mehr zum Arbeiten - und siehe da: die Arbeitslosigkeit ist verschwunden. Genial! Die Bosse der richtigen AGs sind ja doch wohl auch nicht arbeitslos, bloß weil sie nicht arbeiten.

Bayern ist keine Demokratie

Nun haben vor vier Wochen die Bayern mit über 60prozentiger Mehrheit den Stoiber Edmund nach Preußen ausgewiesen. Und er ist immer noch in München! Wo so eklatant der Volkswille missachtet wird, kann man kaum von einer Demokratie sprechen...

Lesen macht glücklich

Wahre Kundenfreundlichkeit erkennt man daran, dass der Verkäufer wirklich an alles denkt. Darin ist Daimler-Chrysler beispielhaft. Jeder Käufer des neuen Maybach erhält völlig gratis zwei hochwertige Bücher über den Maybach in Geschichte und Gegenwart. Da wird es einem nie langweilig, wenn man in dem fast eine halbe Million Euro teuren Gefährt zwischen Golf und Toyota im Stau steht. 

Firnis Kultur

Kultur ist wirklich nur ein hauchdünner Firnis auf der menschlichen Natur – und liefert den Beweis immer gleich mit. Da sitzen die Leute ergriffen und bewegt in der Oper oder im Konzert, lauschen Verdi oder Beethoven. Kaum ist der Applaus verklungen, eilen die Menschen zur Garderobe – und dort erwacht das Tier!

Who is who?

Da zeigt man uns einen anscheinend  herrlichen und mächtigen Truthahn - und es ist in Wirklichkeit eine "Ente". Den Truthahn präsentiert ein anscheinend herrlicher und mächtiger George W. Bush - wer ist das in Wirklichkeit? Auch nur Dekoration?

Man wird schon hören...

Im Irak sind nach einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde 380 Tonnen Sprengstoff verschwunden. Die US-Armee hatte es versäumt, diese Beute ordnungsgemäß zu bewachen. Keine Sorge: man wird schon hören und sehen, wo das Zeug geblieben ist ...

Hartz IV: die letzte Lösung

Die Bundesregierung setzt am falschen Ende an und sieht nur auf das Geld der Antragsteller. Warum nicht auf das Gewicht? Wer übergewichtig ist, dem kann es ja nicht schlecht gehen. Also wird allen Dicken pro Kilo Übergewicht ein Euro abgezogen, bei mehr als 10 Kilo fünf. Das entlastet die Krankenkassen und die Sozialkassen!

Eine fabelhafte Wahl

           

George W. findet die Wahlen in Afghanistan gelungen: "eine fabelhafte Sache"! Recht hat er. 700 Wahlscheine für 4000 Wähler, mehrfache Wahlscheine für zuverlässige Wähler und dann die Sache mit den Tintenstiftmarkierungen - das alles kann sich durchaus mit Florida messen, und das war doch wohl eine korrekte demokratische Wahl?

Man spricht Deutsch  

Schulanfänger sollen in NRW in Zukunft über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Ausreichend? Das ist ja wohl kein besonders hoher Anspruch. Man gerade ein bisschen besser als mangelhaft und weniger als zufriedenstellend. Dafür sollen die Vorschüler nun Sprachkurse erhalten. Obligatorisch. Und an der Hauptschule darf wieder lesen und schreiben geübt werden, auch auf Kosten der Verkehrserziehung und der Verbraucherlehre. Sogar Rechnen ist wieder angesagt. Das kann dann an den Ausgaben der Landesregierung für Bildung geübt werden. Was Bildung kostet, wird uns ja immer wieder vorgerechnet. Wer rechnet mal aus, was Dummheit kostet?

 Großer Bahnhof

 

Der gute alte Lehrter Bahnhof soll als besserer neuer Bahnhof auch einen neuen Namen erhalten. Das wünscht sich Herrr Mehdorn. Nicht mehr Lehrte in Niedersachsen.
Eben berlinischer.
Vielleicht "Das Kreuz mit Berlin", "Berliner Weiche". Und weil die Bahn so schön kleingeschrumpft wird vom Herrn Mehdorn, vielleicht auch "Berlin Leerer Bahnhof".

Mehr Positives

Wer eine Zeitung aufschlägt, möchte gern was Positives lesen, meint eine repräsentative Erhebung herausgefunden zu haben.
Ich wage das zu bezweifeln. Gerade die Schreckensmeldungen beruhigen doch den Leser: überall in der Welt herrscht das Böse, geht es drunter und drüber, nur meine kleine Welt ist heil. Positive Meldungen sind die Scheinwerfer auf das Chaos des kleinbürgerlichen Alltags.

Anziehende Ausgezogene

 

München ist nach einer Meldung der tz um eine Attraktion ärmer: immer weniger Menschen baden nackt im Englischen Garten. Das war bislang vor allem für Japaner eines der touristischen Highlights, gleich nach dem Hofbräuhaus: Nackerte schauen. Ein Hotel soll sogar damit geworben haben, von seinen Balkonen gebe es einen ungestörten Ausblick auf die nackten Tatsachen. Nun werden die Nackerten weniger und obendrein auch noch älter, standhafte 68er mit grauen Haaren auf Kopf und Brust. Warum springen nicht Neulinge auf dem Tourismusmarkt in diese Bresche und erobern die enttäuschten Gäste aus Fernost für sich? Nackte Jugendliche am Elsterstrand, nackte Helden der Arbeit am Plauer See, nackte ausgemusterte Grenzsoldaten in der Altmark. Das ließe sich vielleicht sogar mit ABM organisieren

Hoffnung

 

Ein 72jähriger wird neuer Telekom-Chef. Das lässt hoffen, jedenfalls alle die 40- bis 60jährigen Arbeitslosen, die wegen ihres Alters als schwer vermittelbar gelten. Sie sind gar nicht zu alt - sie sind einfach zu jung und haben ihre große Chance erst noch vor sich.  

Sprudelnde Quelle

 

Die Stadtverwaltung Roms hat herausgefunden, dass täglich über 400 € von Touristen in den Trevi-Brunnen geworfen werden. Das Geld wurde von Obdachlosen abgefischt. Das will die Verwaltung der ewigen Stadt nun verbieten und selbst die "Spenden" der Touristen vereinnahmen, vorerst für wohltätige Zwecke. Das wäre doch auch eine Einnahmequelle für die klammen deutschen Gemeinden. Irgendeinen geeigneten Brunnen gibt es in jeder Stadt. Fehlt nur noch die entsprechende Legende: über die rechte Schulter geworfen, garantiert der Obolus das Wiederkommen. Ich kenne Städte, die sollten ein noch besseres Geschäft mit dieser Legende machen: über die linke Schulter geworfen, garantiert der Obolus, dass man nie wieder an diesen Ort zurückkehrt.  

Ein offenes Bekenntnis

Zuerst nannte Edmund Stoiber die Diskussion um die Hartz-Vorschläge ein "Gequatsche". Danach hob er hervor, das das alles schon längst im Programm der CSU stehe. Ein Lichtblick in der politischen Szene: endlich sagt mal ein Politiker, was er von seinen Parteiprogrammen wirklich hält.

Prima Klima

US-Außenminister Powell hat in Johannisburg erklärt, sein Land sei weltweit führend im Klimaschutz. Das wurde von den internationalen Delegierten mit Pfiffen quittiert. Aber ja doch: der Mann hat Recht. In keinem anderen Land gibt es so viele Klimaanlagen in Häusern und Autos wie in den USA. 

Sprudelnde Quellen

Die Eulenspiegelstadt Braunschweig will ihren Haushalt füllen, indem sie ihre Verkehrsampeln an einen privaten Investor verkauft. Wäre es nicht besser, die Fußgängerampeln mit einem Münzautomaten auszurüsten? Jede Straßenüberquerung kostet 50 Cent. Falschquerer werden von Politessen gejagt. So kommt Geld in die Kassen, und ein paar Arbeitsplätze entstehen auch noch.

Schlappe für deutsche Wirtschaft

Deutsche Firmen dürfen sich nicht am modernen Wiederaufbau des Irak beteiligen. Ärgerlich für Daimler und die Telekom! Da hätten die doch ihr Mautsystem Toll Collect verkaufen können.

Strafe muss sein!

Die US-Regierung bestraft die Feiglinge, die sich nicht am Irak-Krieg beteiligt haben: sie bekommen keine Aufträge für den Wiederaufbau. Das kann ich verstehen: ich bin beim Beginn des Irak-Kriegs auch von Marlboro auf Gauloises umgestiegen. Toujours liberté!

© Manfred Wolff

Nacoben

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