WARSCHAUER
GHETTO - ZEITTAFEL
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1.September
1939
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Deutscher
Überfall auf Polen - Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im Warschauer
Stadtteil Muranów wohnen ca. 160 000 Menschen.
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Mai
1940
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Im Warschauer Stadtteil Muranów wohnen jetzt 320 000 Menschen,
davon ca. 240 000 Juden.
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16.
Oktober 1940
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Ludwig
Fischer, Gouverneur von Warschau, befiehlt in einer
Sonderverordnung den Umzug aller Juden Warschaus in das Ghetto
innerhalb von 14 Tagen.
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15.
November 1940
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Deutsche
Polizei und abkommandierte polnische Polizei beginnen, alle
Zugangsstraßen zum Ghetto abzusperren.
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Mai
1941
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Im
Warschauer Ghetto leben 430 000 Menschen.
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Juni
1941
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Fertigstellung
der 15 km langen und 3 m hohen Mauer rund um das Ghetto.
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September
1941
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Im
Warschauer Ghetto leben 404 000 Menschen.
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22.
Juli 1942
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Beginn
der "Großen Aktion", wie die Liquidierung des Ghettos
von den deutschen Besatzern genannt wird: Täglich werden 6000 Menschen über
den “Umschlagplatz“ in das Vernichtungslager Treblinka
deportiert.
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23.
Juli 1942
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Adam
Czerniaków, Vorsitzender des Warschauer Judenrats, wählt den
Freitod. “Sie verlangen von mir, mit eigenen Händen die Kinder
meines Volkes umzubringen. Es bleibt mir nichts anderes übrig,
als zu sterben.“
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5.
oder 6. August 1942
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Die
Kinder des jüdischen Waisenhauses werden nach Treblinka
deportiert, Janusz Korczak begleitet sie in den Tod.
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Oktober
1942
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Seit
Beginn der "Großen Aktion wurden über 300.000
Ghettobewohner „umgesiedelt“, das heißt vorwiegend im
Vernichtungslager Treblinka umgebracht.
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18.
Januar 1943
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Erste
Widerstandsaktion am “Umschlagplatz“: Einige Juden schießen
mit Pistolen auf die SS-Mannschaft.
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19.
April 1943
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Beginn
des bewaffneten Aufstandes des Warschauer Ghettos.
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16.
Mai 1943
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Endgültige
Niederschlagung des Ghetto-Aufstandes. Stroop: “Das ehemalige jüdische
Wohnviertel Warschaus besteht nicht mehr...“
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Text
© Manfred Wolff
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